von Dr. Martin Hofmann, Vorsitzender der Senioren Union Dortmund,
veröffentlicht am 18. Januar 2016, mit Aktualisierung vom 18. Februar 2016

Chaotisch und beschämend – genauso bezeichnet ein veröffentlichtes polizeiliches Protokoll die Vorgänge in der vergangenen Silvesternacht in Köln. Ähnliche entsetzliche Vorgänge gab es auch in anderen Städten Nordrhein-Westfalens und anderswo in Deutschland. Wie immer bei solchen Situationen ist es gut, zunächst alle Informationen nüchtern und schonungslos auszuwerten. Und das Recht der Opfer auf Unterstützung und solidarisches Mitgefühl muss durchweg an erster Stelle stehen.
Inzwischen sind nun viele Einzelheiten der Ereignisse in der letzten Silvesternacht bekannt geworden.

Aus Zusammenrottungen von Straftätern, die als Migranten vornehmlich aus den arabisch-nordafrikanischen Krisengebieten stammen, wurden schwere Straftaten gegen das Selbstbestimmungsrecht, die körperliche Unversehrtheit und das Eigentum unserer Bürger begangen: Bedrohung, Nötigung, Vergewaltigung, Raub, schwerste Rechtsverletzungen. Unter den Tätern waren auch Asylbewerber, was umso gravierender ist, als sie damit unsere Rechtsordnung und unsere Hilfsbereitschaft schmählich hintergehen, verletzen und missbrauchen.

Diese Kapitalverbrecher traumatisieren ihre Opfer oft auf Lebenszeit, vergiften unser aller Vertrauen und ruinieren das Ansehen Unbescholtener. Unsere Verachtung gilt den Tätern und unser Respekt gilt den Polizeibeamten, die für unsere Sicherheit ihre Gesundheit einsetzen. Es ist Kernaufgabe des Staates, die innere Sicherheit zu bewahren, rechtstaatliche Verfahren zu garantieren und Straftäter einer angemessenen Bestrafung zuzuführen. Genau das fordern wir ein! Ohne Wenn und Aber.

Ebenso wichtig ist uns die Vorbeugung. Das Prinzip der Prävention ist ein intelligentes und wirksames Mittel einer Zivilgesellschaft. Es wird seit langem in vielen gesellschaftlichen Bereichen erfolgreich praktiziert. Die Vorgänge von Köln und anderswo dürfen sich keinesfalls wiederholen! Schluss mit dem Schönfärben der Wirklichkeit in unseren Städten und dem verantwortungslosen Beschwichtigen bei Problemen, wo doch Realitätssinn, intelligente Vorbeugung und beherztes Anpacken gefragt sind – im Interesse des gesamten Landes und aller Bürgerinnen und Bürger! Wir begrüßen die inzwischen beschlossene Einrichtung eines Untersuchungsausschusses durch den Landtag und wünschen seinen Beratungen guten Erfolg.

Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in unserem Bundesland muss staatlicherseits gewahrt werden.
Höchste Zeit für einen politischen Neuanfang mit Verantwortungsbewusstsein und Kompetenz. 2017 wird der Landtag in Nordrhein-Westfalen neu gewählt.