Doppelte Staatsbürgerschaft

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„Ich freue mich, dass Herr Langhorst offensichtlich unseren Bundesparteitag verfolgt und sich mit unseren Beschlüssen auseinandersetzt“, attestiert Kanitz dem Grünen ein Interesse an der politischen Arbeit der CDU.

„Uns allerdings vorzuwerfen, dass wir mit Anträgen, die noch 2013 Beschlusslage der CDU waren, der AfD hinterherlaufen, ist eine bodenlose Unverschämtheit“, weist Kanitz die Vorwürfe des Grünen-Vertreters zurück.

Das Gegenteil sei der Fall. „Integration gelingt nicht durch Beliebigkeit, sondern nur, wenn wir uns eindeutig zu unseren Wertvorstellungen bekennen und auch von Zuwanderern erwarten, dass sie das ebenfalls tun. Die Loyalität der in unserem Land lebenden Bürger gilt zuerst einmal Deutschland“, gibt sich Kanitz überzeugt, dass Integration nicht ohne klare Regeln gelingen kann.

„Der Putsch in der Türkei und die daraus resultierenden Entwicklungen in Deutschland und auch in Dortmund zeigen, dass der Versuch unternommen wird, innertürkische Konflikte in Deutschland auszutragen. Das will die CDU für die Zukunft verhindern“, erklärt Kanitz die Hintergründe des Beschlusses. „Auch die Grünen können doch nicht ernsthaft befürworten, wenn einige türkische Imame auf Weisung aus Ankara ihre Landsleute bespitzeln und Dossiers über in Deutschland lebende Bürger anfertigen. Diese Zeit haben wir mit dem Fall der Mauer eigentlich hinter uns gelassen!“, macht Kanitz deutlich, dass in Deutschland das Grundgesetz gilt und es mit dem demokratischen Rechtsverständnis nicht vereinbar ist, wenn türkische Mitbürger aufgrund ihrer politischen Einstellung in Deutschland verfolgt werden.

„Die CDU/CSU Bundestagsfraktion wird im Frühjahr 2017 eine fraktionsoffene Sitzung zu dem Thema der doppelten Staatsbürgerschaft veranstalten. Ich lade Herrn Langhorst herzlich dazu ein, sich konstruktiv an dieser Sitzung zu beteiligen“, macht Kanitz ein Angebot.