Steffen Kanitz MdB: Probleme auf dem kommunalen Arbeitsmarkt werden nicht durch mehr Geld, sondern mehr Arbeitsplätze gelöst

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Auf die Ankündigung der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, mehr Geld in die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen zu investieren, reagiert der Dortmunder CDU Abgeordnete Steffen Kanitz skeptisch: „Grundsätzlich befürworte ich jedes Engagement, um Langzeitarbeitslose wieder in die Erwerbstätigkeit zu integrieren.

Dennoch scheint die öffentliche Ankündigung der Arbeitsministerin eher den anstehenden Wahlkämpfen geschuldet und kann nicht als ernsthafter Beitrag zur Lösung des Problems der Langzeitarbeitslosigkeit gesehen werden. Der Vorschlag, Langzeitarbeitslosigkeit mit immer mehr Geld zu lösen, geht am eigentlichen Kern vorbei. Da schon heute die Bundesmittel zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit nicht ausgeschöpft werden, bedarf es sicher keiner weiteren Mittel, sondern wir müssen die Menschen dabei unterstützen, sich durch Qualifizierung Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu verschaffen. Einen zweiten Arbeitsmarkt, in dem durch Bundesmittel beschäftigte Langzeitarbeitslose z.B. mit dem Gartenbaubetrieb von nebenan konkurrieren, lehnen wir ab.“ Statt dem Wähler einen vermeintlichen Mangel vorzutäuschen, sollte sich die Arbeitsministerin darum kümmern, dass die vorhandenen Mittel bei den Langzeitarbeitslosen ankommen fordert Kanitz die Ministerin auf die vorhandenen Spielräume zu nutzen.

Aktuell befinden sich 1 Millionen offene Stellen in Deutschland. Diese würden aber vor allem außerhalb von NRW geschaffen.

Dazu Steffen Kanitz: „Wir haben gerade im Ruhrgebiet und NRW erheblichen Nachholbedarf bei der Schaffung neuer Stellen. Hier zeigt sich, dass die wirtschaftsfeindliche Politik der Landesregierung Wirkung zeigt, da NRW im Ländervergleich einen hinteren Platz belegt. Wer Unternehmen durch Hygieneampeln stigmatisiert und lieber Grünflächen als Gewerbeflächen schafft, der braucht sich über dieses Ergebnis nicht zu wundern. Dabei brauchen wir gerade in NRW Unternehmen, die bereit sind Menschen eine zweite Chance zu geben. Diese Chancen entstehen vor allem dort, wo Unternehmen Arbeitsplätze schaffen und auf das Wissen älterer Arbeitnehmer setzen wollen.“