Erweiterte Öffnungszeiten in städtischen Kitas – CDU wünscht sich mehr Flexibilität

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Familie Schmidt aus Berlin-Reinickendorf im Juni 2013. Jede Verwendung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung aller abgebildeten Personen, bzw eines Elternteils der Kinder.

Die Nachfrage nach Kitaplätzen ist steigend, genauso wie der Wunsch nach längeren Betreuungszeiten. Berufstätige wünschen sich verstärkt eine Kinderbetreuung auch am späten Nachmittag bzw. frühen Abend. Einige Kitas von freien Trägern in Dortmund, wie zuletzt eine Kindertageseinrichtung der Caritas, bieten sogar Betreuungszeiten bis 22.00 Uhr an. Der jugendpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Christian Barrenbrügge, sieht den Eigenbetrieb FABIDO gefordert, sich der steigenden Nachfrage an längeren Öffnungszeiten in Kitas weiter anzupassen.

„Fabido hat sich der Thematik zwar angenommen und leicht an den Öffnungszeiten gearbeitet, doch momentan hinkt die Stadt den Bedarfen der Eltern nach längeren Kita-Öffnungszeiten hinterher“, so Barrenbrügge. „Immer mehr Eltern sind zwingend darauf angewiesen zu arbeiten, und das auch bei Arbeitszeiten bis spät in den Abend. Sei es der Einzelhandel oder auch der Bürojob – selten können Eltern ihre Arbeitszeiten so legen, dass sie bis spätestens früh nachmittags ihr Kind aus der Kita abholen können. Dortmund muss sich diesen Bedarfen und den schnell wachsenden Veränderungen des Familienlebens anpassen, noch flexibler werden und nachsteuern. Das Modell, wo die Mutter zu Hause war oder nur einen Halbtagsjob hatte, ist schon längst nicht mehr überwiegend.“

In einer Anfrage im nächsten FABIDO-Betriebsausschuss möchte die CDU sich einen Überblick verschaffen über die Bedarfe der Eltern an längeren Öffnungszeiten und, wie die Kitas in Dortmund dies bezüglich aufgestellt sind.

„Dortmund ist eine Kommune mit stetig steigender Kinderzahl. Momentan arbeitet die Stadt mit Hochdruck daran, den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen zu erfüllen – alleine schon, um einer möglichen Klage von Eltern, die keinen Kita-Platz erhalten haben, aus dem Weg zu gehen. Bei dieser Planung darf aber nicht die Flexibilität auf der Strecke bleiben. Wenn wir als Stadt gegenüber anderen Kommunen konkurrenzfähig bleiben wollen, dann gehört dazu auch eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Als Stadt und Wirtschaftsstandort können wir nur daran interessiert sein, auch Eltern nach Dortmund zu holen, die ihre guten Jobs nicht aufgeben müssen weil wir eine gute und flexible Kita-Betreuung anbieten“, hält Barrenbrügge abschließend fest.