Joachim Pohlmann: CDU wünscht Aufklärung bei städtischen Kunstwerken

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„Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Stadt mit öffentlichen Geldern und Eigentum umgeht“, sagt CDU-Ratsherr Joachim Pohlmann, Sprecher der CDU-Fraktion im Kulturausschuss.
Es zeigt sich zunächst einmal – und nicht zum ersten Mal – dass die Stadt gar nicht weiß, über welches Vermögen sie verfügt und zudem keine Ahnung hat, wo sich ihr Vermögen befindet. Wer sagt uns, dass nicht nur Bilder und gegenständliche Kunst der Kulturbetriebe „vergessen“ wurden, sondern auch Bilder des Museums am Ostwall?

„Was ist das für eine Bilanz, Grundlage des Haushaltes, die auf groben Schätzungen beruht? Da übernimmt man einfach mal irgendwelche Angaben der damaligen Mitarbeiter, die aus Faulheit oder sonstigen Gründen keine Aufstellungen gefertigt haben und prüft das im Laufe von Jahren nicht nach? Jeder kleine Handwerksbetrieb macht in regelmäßigen Abständen Inventur, nur die Stadt nicht. Jeder Betrieb unterliegt bei Bewertung seiner Materialien und der Abschreibung einer strengen Kontrolle, nur die Stadt nicht. Das ist inakzeptabel.
Der Verleih der Kunstwerke, um sie über städtische Räumlichkeiten einem größeren Publikum zugänglich zu machen ist löblich, verkehrt sich aber ins Gegenteil wenn verabsäumt wird, den Standort zu kontrollieren und Bilder rechtzeitig zurückzuführen“, erklärt der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Joachim Pohlmann.

Die CDU-Fraktion wünscht eine lückenlose Aufklärung, wie es seinerzeit zu bloßen Schätzungen ohne Inventarverzeichnis hat kommen können, so Pohlmann, und umgehend ein sinnvolles Ausleihsystem. Bei dieser Gelegenheit kann man auch den Bestand kontrollieren und katalogisieren.
„Ich bin ziemlich verärgert, die Problematik aus der Zeitung zu erfahren. Der zuständige Ausschuss hätte über den Vorgang längst umfassend und vor allem rechtzeitig informiert werden müssen“, so Pohlmann abschließend.