Ortsunion Innenstadt-Süd: „Die Neven-Subotic-Stiftung“ – Referentin: Shari Malzahn

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Die Bedeutung der Ressource Wasser für den Menschen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nach wenigen Tagen ohne Wasser stirbt ein Mensch. Während wir Wasser im Überfluss haben, leben weltweit ca. 660 Mio. Menschen ohne direkten Wasserzugang.
Die Neven-Subotic-Stiftung, gegründet im Jahr 2012, hat sich zur Aufgabe gesetzt, im nördlichen Äthiopien Brunnen und Santäranlagen zu bauen. Parallel dazu werden vor Ort Menschen geschult, um später kleinere Reparaturen selbst durchführen zu können. Jeder Brunnennutzer muss außerdem einen kleinen Obulus zahlen; das Geld wird für spätere Reparaturarbeiten zurückgelegt. Normalerweise müssen die Menschen in dieser Gegend täglich etwa 6 km Fußmarsch zurücklegen, um an Wasser zu kommen. Dabei sind dann 20 kg schwere Wassergefäße zu schleppen. Diese Aufgabe fällt den Frauen und Mädchen zu. Sind aber Brunnen und Santäranlagen in unmittelbarer Nähe vorhanden, kann auf die langen beschwerlichen Fußmärsche verzichtet und stattdessen die Schule besucht werden. So ist Investition in Wasser auch gleichzeitig Förderung der (Aus-)Bildung.
Veranschaulicht wurde der Vortrag durch einen Projektfilm, dessen Hauptdarsteller der zehnjährige Tesfay ist. Tesfays Berufswunsch: Pilot.
Die Stiftung arbeitet vor Ort mit heimischen Handwerkern und NGOs (Nicht-Regierungs-Einrichtungen) zusammen. Bis heute wurden ca. 120 Projekte realisiert. Damit einher geht die Versorgung von rd. 40.000 Menschen mit Wasser. Pro Brunnen werden 10.000 € an Kapital benötigt. Das Spendenaufkommen der Stiftung im Jahr 2016 belief sich auf 1,2 Mio. Euro.
Die Stiftung hat sieben festangestellte Mitarbeiter und 50 bis 60 ehrenamtliche Helfer.

Wir danken Frau Malzahn für den interessanten Vortrag und wünschen der Stiftung weiterhin viel Erfolg.