Frauen Union Huckarde: Wege aus der häusllichen Gewalt, schnelle Hilfe von Polizei und Gericht

0
296

Anlässlich des Gedenktages „Gewalt gegen Frauen“ am 25. November möchte die Frauenunion Huckarde über Möglichkeiten informieren, den Kreislauf häuslicher Gewalt zu durchbrechen.

Leider gehört auch im 21. Jahrhundert häusliche Gewalt bei vielen Familien zur Tagesordnung. Die Betroffenen sind meist Frauen und Kinder, also Personen, die zumindest nach ihrem Körperbau den Tätern unterlegen und daher in ihren Verteidigungsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt sind. Nach statistischen Angaben gibt jede 5. Frau an, in ihrem Leben zumindest einmal Opfer der häuslichen Gewalt geworden zu sein. Die Dunkelziffer ist wesentlich höher. Allein im Jahre 2016 wurden in NRW fast 17.000 Rückkehrverbote und Wohnungszuweisungen ausgesprochen. Dabei zeigt sich, dass häusliche Gewalt in allen Bevölkerungsschichten, unabhängig von der Herkunft und dem sozialen Status gleichermaßen verbreitet ist.

Wer zuhause misshandelt wird, braucht schnelle und effektive Hilfe. Seit 2002 wird diese durch das Gewaltschutzgesetz gewährleistet. Der erste Ansprechpartner in solchen Fällen ist die örtliche Polizeibehörde. Die Polizeibeamten sorgen dafür, dass der Täter sofort die Wohnung verlässt und sprechen ein 10-tägiges Rückkehrverbot aus.
„Man gibt dem Opfer also genug Zeit, beim Gericht langfristige Hilfe zu suchen. Das Gewaltschutzgesetz sieht vor, dass das Gericht auf Antrag des Opfers (meistens der Ehefrau), in kürzester Zeit einen Beschluss erlässt. Danach muss der Täter die Wohnung endgültig verlassen und darf sich dem Opfer nicht nähern. Gleichzeitig wird dem Täter jegliche Kontaktaufnahme zu seinem Opfer verboten“, erläutert Radmila Simakin, Vorsitzende der Frauenunion Huckarde.
Zusammen mit dem Erlass des Gewaltschutzbeschlusses erfolgt eine Meldung an die örtliche Polizeibehörde, die im Falle der Zuwiderhandlung zur Hilfe eilt.
Das Gesetz sieht vor, dass die Opfer der häuslichen Gewalt innerhalb von wenigen Tagen, wenn nicht sogar Stunden, Hilfe bekommen. Frau muss sich nur trauen! Radmila Simakin ist sich sicher: „Nach einem durchgeführten Gewaltschutzverfahren besteht die reale Chance, dass ein langjähriges Opferschicksal geändert wird.“

Zögern Sie nicht, kontaktieren Sie die Polizei und das Gericht. Jeder Tag mit Misshandlung ist ein Tag zuviel!
Links zum Thema finden Sie auf der Facebookseite „Frauen Union CDU Dortmund“.