EvingLindenhorst

Sommerwanderung der OU Lindenhorst

Ein großes Schild an der Evinger Straße weist darauf hin, doch wirklich kennen tun es nur wenige, das Biotop am Winterkampweg nahe der Evinger Mitte und die Hintergründe seiner Entstehung.

Zu einer politischen Sommerwanderung durch den Stadtteil Lindenhorst, dessen Wappen 3 Lindenblätter zieren, trafen sich Mitglieder und Gäste der örtlichen CDU.

Das Biotop Winterkampweg als „Grüne Oase“ mit zentraler Lage unweit des Evinger Stadtteilzentrums, stand im Blickpunkt der CDU-Tour.

Entstanden auf dem ehemaligen Gelände einer Ziegelei, handelt es sich eine ca.  23.000 m² große Teichfläche mit eine ökologisch schützenswerten, vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.

Wie die CDU-Politiker von Anke Gerlach, Vorsitzende des Vereins zur Pflege des Feuchtbiotops, erfuhren, musste das Naherholungsgebiet inzwischen eingezäunt werden, da immer wieder Verunreinigungen und unangemessenes Verhalten den Erhalt stark gefährdet haben. Ein Rundweg und zwei Aufenthaltsplateaus ermöglichen nun noch einen Blick hinein. Auch hier liegengelassener Müll und zerstörte Zäune, stellten die Christdemokraten nachdenklich fest und entschlossen sich spontan zu einer kleinen Reinigungsaktion. Um dem Verein ihr Engagement zu erleichtern, sagte die CDU zu, sich um die Beschaffung einer dringend benötigten Sammelzange zu kümmern.

Vorbei an alten (Kirchturm Lindenhorst) und neuen (Traglufthallen) markanten Punkten in Lindenhorst mit Erläuterungen zu historischen Hintergründen und politischen Entwicklungen, führte die Erkundungstour weiter durch das Kerngebiet des Ortsteils. Nach gut 2 Stunden endete die Wanderung im Kleingartenverein Voran e.V. bei Kaffee und Kuchen.

Information zur Entstehung des Biotops Winterkampweg:

Bis 1960 befand sich auf dem Gelände westlich Evinger Straße/ südlich Winterkampweg eine Ziegelei. Nach Aufgabe dieses Betriebes wurde die von der Ziegelei hinterlassene Tongrube bis 1987 als Flotationsbecken von der Zeche „Minister Stein“ genutzt. 1989 wurde das Becken durch Entfernen des Teichinhaltes bis zur Sohle ausgeschlagen. In der Folgezeit bildete sich hier seit 1992 eine rund 23.000 m² große Teichfläche. Auf der Grundlage politischer Beschlüsse erfolgten zwischen Stadt und Ruhrkohle langwierige Verhandlungen mit dem Ziel, als Voraussetzung für den Schutz der entstandenen wertvollen ökologischen Strukturen die RAG zur Aufgabe der ihr zustehenden Verfüllungsrechte zu bewegen. In diese Bemühungen schaltete sich der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) mit dem Angebot ein, unter der Voraussetzung einer finanziellen Förderung durch das Land und einer Nutzungsübernahme durch die Stadt die Flächen käuflich zu erwerben und deren Herrichtung und Sicherung als Feuchtbiotop, teilweise als Grünanlage zu betreiben. Mit Beendigung der Bergaufsicht für das Gelände des ehemaligen Flotationsteiches am 25.06.2001 ging dessen Besitz auf den KVR (jetzt RVR) über. Schwerpunkte der künftigen Entwicklung des Geländes war dessen Ausgestaltung als naturnaher Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere. Umgesetzt und finanziert wurde dieses gemeinsam von KVR und Stadt Dortmund entwickelte Konzept vom Kommunalverband (Quelle: InSEKt 2004).

 

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