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Landesbeauftragte Claudia Middendorf zu Gast im Hospiz St. Elisabeth

Am 14. Mai hat die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten, Claudia Middendorf, das Hospiz St. Elisabeth in Dortmund Westrich besucht. Neben einer Besichtigung des bestehenden Hospizes erhielt sie außerdem die Möglichkeit, sich über das geplante Kinderhospiz zu informieren.

Empfangen wurde Claudia Middendorf durch die Hospizgründerin und Stiftungsvorsitzende Elisabeth Grümer, die stellvertretende Leiterin Klaudia Schlosser sowie Kooperationspartnerin und Unterstützerin Birgit Büscher.

Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten des bestehenden Hospizes stellte Klaudia Schlosser der Landesbeauftragten die unterschiedlichen Facetten und Herausforderungen der Hospizarbeit vor. Dabei betonte sie, dass jeder Bewohner individuell betrachtet und auf die persönlichen Wünsche Rücksicht genommen werde. Außerdem erwiesen die Mitarbeiter den Verstorbenen auf ihrem letzten Weg einen besonderen Respekt, indem sie diese zum Ausgang des Hospizes geleiteten. Abgesehen von Notfällen, ruht in diesen Augenblicken die Arbeit, es werden zwei Kerzen angezündet und dem oder der Verstorbenen gedacht. In den darauffolgenden Tagen wird ein Kondolenzbuch ausgelegt und ein Stein beschriftet, mit dem sich die Mitarbeiter noch einmal für sich selbst verabschieden können.

Im weiteren Verlauf des Rundgangs konnte Claudia Middendorf sich selbst ein Bild der Gästezimmer machen. „Neben der Helligkeit der Räume sind wir besonders stolz darauf, dass jedes Zimmer eine Aussicht ins Grüne hat und über eine kleine Terrasse verfügt. Sie kann auch noch von bettlägerigen Gästen genutzt werden, da alle Betten mobil sind“, erklärte Gründerin Elisabeth Grümer.

Vor der letzten Station, dem Raum der Stille, der als Trauerraum frei für Angehörige aller Religionsangehörigkeiten aufgesucht werden kann, konnte die Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte noch einen Blick auf das Gelände des neu entstehenden Kinderhospizes werfen. Nach Fertigstellung wird das neue Haus neun Betten für Kinder und Jugendliche bereithalten. „Anders als im Erwachsenenhospiz bietet das neue Haus die Möglichkeit der Tages- und Nachtpflege für Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten, wofür wir sechs der neun Betten bereitgehalten werden. Diese Ausrichtung und Flexibilität für die Eltern ist einzigartig im Ruhrgebiet“, betonte Elisabeth Grümer.

„Kinder haben andere Bedarfe als erwachsene Menschen, die auf ihrem letzten Weg sind. An guten Tagen möchten sie spielen, wie es auch andere Kinder tun und Dinge unternehmen. Diese Möglichkeit soll den Kindern und ihre Geschwistern auch im Kinderhospiz gegeben werden“, ergänzte Birgit Büscher, die bereits zuvor in einem Kinderhospiz ehrenamtlich tätig war. Sie wird das Dortmunder Kinderhospiz bei der Ausgestaltung der Freizeitmöglichkeiten für die Kinder unterstützen. Ergänzend fügte die stellvertretende Leiterin Klaudia Schlosser hinzu: „Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Eltern in ihrer schwierigen Zeit zu unterstützen. Durch die Tages- und Nachtpflege möchten wir den Eltern die Möglichkeit geben, zur Arbeit zu gehen oder sich um die Geschwister des schwer kranken Kindes zu kümmern.“

Claudia Middendorf bedankte sich bei allen Beteiligten für den herzlichen Empfang und erklärte: „Ich habe mich sehr gefreut, heute so viel über das Hospiz St. Elisabeth und die Planungen für das Kinderhospiz zu erfahren. Wir werden auch nach dem heutigen Tag weiterhin in Kontakt bleiben und ich bin sehr auf die nächsten Schritte und das fertige Ergebnis gespannt.“

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