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FU Huckarde zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Von Mila Simakin, Vorsitzende der Frauen Union im Stadtbezirk Huckarde

Deutschland im Jahre 2018: 100 Jahre Frauenwahlrecht, 13 Jahre Bundeskanzlerin, alle 2 Tage stirbt eine Frau an Folgen häuslicher Gewalt.

Wie passt das zusammen?

Noch nie waren die Frauen in Deutschland so erfolgreich, gleichgestellt und aufgeklärt wie heute. Was muss noch geschehen, damit das Tabu-Thema häusliche Gewalt aus unserem Leben verschwindet? Die Politiker haben ihre Arbeit getan und Gesetze geschaffen, welche der Polizei und den Gerichten die erforderlichen Befugnisse geben, um den Opfern der häuslichen Gewalt schnell und effektiv helfen zu können.

Nun sind wir dran: Nachbarn, Freunde, Kollegen.

Es muss uns bewusst sein, dass dieses Thema allgegenwärtig und in allen Gesellschaftssichten präsent ist. Die deutschen Frauen sind nicht weniger betroffen als Migrantinnen. Warum also weiter schämen und die Augen verschließen, wenn es jede von uns treffen kann?

Wie oft legen wir unsere eigene Gleichgültigkeit als Respekt vor Privatsphäre Anderer aus. Fragen wir die Kollegin, woher sie schon wieder die blauen Flecke hat? Nein, zu aufdringlich. Klingeln wir am späten Abend bei den mal wieder schreienden Nachbarn? Peinlich, sie müssen das schon unter sich klären.

Dabei ist es so einfach zu helfen, z.B. die Kollegin zur nächsten Frauenberatungsstelle zu begleiten oder Polizei zu rufen.

Zu selten stellen wir uns vor, wie es uns in einer solchen Situation ergangen wäre. Jede von uns würde sich eine schützende Hand herbeiwünschen; einen Unbeteiligten, der kühlen Kopf bewahrt, wenn man selbst vor Schreck erstarrt.

Jede Frau ist es wert, mit erhobenem Haupt durchs Leben zu gehen. Wir sind keine Opfer – wir sind stark, gemeinsam stark! Wir passen aufeinander auf!

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